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Surfen in Essaouira: Wind, beste Zeiten, Alternativen

Surfen in Essaouira: Warum der Passatwind fast alles bestimmt, wann die besten Zeitfenster sind und wann sich Spots weiter im Süden mehr lohnen.

Von Tafukt Surf Aktualisiert 4 Min. Lesezeit

In Essaouira kann man surfen, aber fast alles hängt vom Wind ab. Die Stadt gehört zu den windigsten Orten Marokkos. Besonders von etwa April bis September weht der Nordpassat oft so kräftig, dass er die Wellen zerbläst. Die besten Chancen hast du im Winter, wenn mehr Swell kommt und der Wind meist schwächer ist, und früh am Morgen. An starken Windtagen lohnt sich die Fahrt nach Süden, etwa ins rund 90 Minuten entfernte Imsouane.

Palms and rooftops glowing at golden hour above the sea in Taghazout
Palms and rooftops glowing at golden hour above the sea in Taghazout — Samuel Dana / Unsplash

Warum ist es in Essaouira so windig?

Essaouira trägt nicht ohne Grund den Spitznamen Windstadt. Der Passat weht hier aus Nord bis Nordost, und zwar über viele Wochen kräftig und erstaunlich gleichmäßig. Der Grund ist der Temperaturunterschied zwischen dem heißen Landesinneren und dem kühlen Atlantik. Je stärker sich das Land aufheizt, desto kräftiger strömt die Luft vom Meer nach.

Am deutlichsten zeigt sich das im Sommer, ungefähr von April bis September. In diesen Monaten ist Essaouira ein Ziel für Kite- und Windsurfer, aber nicht unbedingt für Wellenreiter. Starker auflandiger oder seitlicher Wind bringt Unruhe ins Wasser und lässt die Wellen unsauber und früh brechen. Paddeln wird mühsam.

Der Wind ist hier also keine Laune des Wetters, sondern prägt den Ort. Wer das weiß, plant anders.

Wann sind die besten Surf-Zeitfenster in Essaouira?

Entscheidend ist das Zusammenspiel von Swell und Wind. Der Nordwest-Swell kommt von September bis April am zuverlässigsten, der Passat ist im Sommer am stärksten. Daraus ergibt sich grob dieses Bild:

ZeitraumWind in EssaouiraSwellEinschätzung fürs Surfen
Oktober–Novemberoft mäßig, mit ruhigeren Tagenzunehmend, meist zuverlässiggute Zeitfenster, vor allem morgens
Dezember–Februaram häufigsten schwacham größten und kräftigstenbeste Zeit, für Fortgeschrittene oft zu groß
März–Aprilwird wieder stärkernoch regelmäßiggemischt, morgens früh starten
Mai–Septemberhäufig stark und anhaltendkleineher Kite- als Surfsaison

Auch die Tageszeit spielt eine große Rolle. In der Regel ist der Morgen am ruhigsten, und der Wind frischt im Tagesverlauf auf. Wer in Essaouira surfen will, sollte deshalb früh im Wasser sein und nicht erst nach dem Frühstück überlegen.

Welche Surfspots gibt es in und um Essaouira?

Der Stadtstrand liegt in einer weiten Bucht, die durch die vorgelagerten Inseln etwas geschützt ist. Die Wellen sind dort meist kleiner. An ruhigen Tagen eignet sich das für Anfänger, bei Wind wird es schnell unruhig. Da es ein Beachbreak ist, verschieben sich die Sandbänke und damit auch die Qualität der Wellen.

Sidi Kaouki liegt rund 25 Kilometer südlich. Der Strand ist offener und bekommt mehr Swell ab, ist dem Wind aber ebenfalls stark ausgesetzt. Bei kleinem Swell und wenig Wind kann es dort richtig gut sein.

Nördlich der Stadt gibt es weitere Strände, die vor allem Kite- und Windsurfer nutzen. Für Wellenreiter sind sie meist zweite Wahl.

Woran erkenne ich einen guten Surftag in Essaouira?

Viele schauen nur auf die Wellenhöhe, aber hier zählt der Windbericht mindestens genauso viel. Ein paar Faustregeln:

  • Windstärke: Schwacher Wind ist hier wichtiger als großer Swell. Ein mittlerer Swell bei wenig Wind ist meist besser als ein großer bei kräftigem Passat.
  • Windrichtung: Ablandiger oder fast windstiller Morgen bedeutet sauberere Wellen. Starker Nordwind am Nachmittag ist in Essaouira die Regel, nicht die Ausnahme.
  • Swellperiode: Längere Perioden bringen kräftigere und besser sortierte Wellen, die mit etwas Wind besser zurechtkommen.
  • Gezeiten: Bei Beachbreaks ändert sich die Welle mit der Tide oft deutlich. Am besten beobachtest du den Strand zu verschiedenen Zeiten.

Wann sollte ich lieber woanders surfen?

Wenn der Wind mehrere Tage am Stück kräftig weht oder du verlässliches Training brauchst, lohnt sich der Blick nach Süden. Die Küste zwischen Imsouane und Agadir hat mehr als fünfzehn Spots, sodass du auch ausweichen kannst.

SpotEntfernung von EssaouiraWellentypUntergrundAm besten für
Essaouira Stadtstrand–Beachbreak in der BuchtSandAnfänger an ruhigen Tagen
Sidi Kaoukirund 25 kmoffener BeachbreakSandalle Level bei wenig Wind
Imsouane, Magic Bayetwa 90 Minutenlanger rechter Pointbreak, rund 800 müber weite Strecken SandAnfänger bis Fortgeschrittene
Imsouane, Cathedral Pointetwa 90 Minutenkräftigere Welle, exponierte Seite der LandzungeFelserfahrene Surfer
Taghazout, z. B. Anchor Pointungefähr 2,5 StundenPointbreaksüberwiegend FelsFortgeschrittene

Der Vorteil eines Pointbreaks wie Magic Bay ist die Ordnung: Die Welle läuft entlang der Landzunge und gibt lange, berechenbare Ritte. Auch in Imsouane sind die Morgen meist am saubersten, und ab Mittag kommt auflandiger Wind auf. Wer früh paddelt, hat also auch hier die besten Bedingungen.

Essaouira und Imsouane kombinieren

Essaouira lohnt sich trotzdem: Die Medina mit Stadtmauer, Hafen und Galerien gehört zum UNESCO-Welterbe und eignet sich gut für einen Ausflugstag. Viele Reisende verbinden beides. Sie surfen dort, wo die Bedingungen stimmen, und besuchen Essaouira an windigen Tagen als Stadt statt als Surfspot. Der nächstgelegene Flughafen für Imsouane ist Agadir Al Massira (AGA), etwa zwei Stunden entfernt.

Wenn du an einem weniger windanfälligen Ort surfen lernen oder dich verbessern möchtest, findest du unter Surfkurse unsere Kurse in Magic Bay und unter Surfwochen die ganzen Wochen im Surfhaus. Boards und Neoprenanzüge gibt es im Verleih, und was man an Tagen ohne Welle unternehmen kann, steht bei den Aktivitäten.

Fragen & Antworten

Kann man in Essaouira gut surfen?
Ja, aber nur an den richtigen Tagen. Wegen des häufig starken Passatwinds sind die Wellen in Essaouira oft unruhig und zerblasen, vor allem im Sommer. Im Winter und früh am Morgen sind die Bedingungen deutlich besser. Wer mehrere Tage hintereinander verlässlich surfen will, sollte Spots weiter im Süden mit einplanen.
Wann ist die beste Zeit zum Surfen in Essaouira?
Am besten sind meist die Monate von etwa Oktober bis Februar, weil dann mehr Nordwest-Swell kommt und der Wind öfter nachlässt. Von Dezember bis Februar ist der Swell an der Küste meist am größten. Im Sommer weht der Passat oft so stark, dass Kitesurfer mehr davon haben als Wellenreiter. Unabhängig von der Jahreszeit ist der frühe Morgen fast immer das beste Zeitfenster.
Ist Essaouira für Surfanfänger geeignet?
An ruhigen Tagen kann der Stadtstrand in der Bucht für erste Versuche taugen, weil er etwas geschützt liegt und die Wellen dort oft kleiner sind. Starker Wind macht das Wasser allerdings schnell unruhig und anstrengend, was gerade Anfänger ausbremst. Ein gleichmäßig brechender Pointbreak über Sand wie Magic Bay in Imsouane ist für Einsteiger in der Regel deutlich angenehmer.
Wie weit ist Imsouane von Essaouira entfernt?
Mit dem Auto braucht man von Essaouira nach Imsouane etwa 90 Minuten Richtung Süden. Die Strecke führt an der Atlantikküste entlang. Imsouane ist ein Fischerdorf mit Hafen, und seine bekannteste Welle ist Magic Bay, ein langer rechter Pointbreak.
Welchen Neoprenanzug brauche ich für Marokko?
Weiter südlich, etwa in Imsouane, reicht ein 3/2-Anzug für den Großteil des Jahres, bei Wassertemperaturen von ungefähr 17 bis 20 Grad im Winter und 20 bis 23 Grad im Sommer. In Essaouira fühlt sich das Wasser durch den Wind oft kühler an. Wer dort im Winter länger im Wasser bleiben will, ist mit einem 4/3 meist besser bedient.

Was unsere Gäste sagen

Echte Bewertungen von Menschen, die mit uns in Imsouane gesurft sind.

“It was a hell of an experience .... loved it too much .. shout out to the brother Mohammed”
Othmane · Ukraine
“Une expérience incroyable ! Le surf camp est super bien organisé, avec une très bonne ambiance et une équipe vraiment accueillante. Les cours de surf étaient adaptés à mon niveau et les moniteurs étaient patients et professionnels. Le logement était agréable et l’ambiance entre les participants était géniale. Je recommande à 100 % !”
Clara · France

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