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Duck Dive oder Eskimorolle: Was passt zu deinem Brett?

Duck Dive oder Eskimorolle? Welche Technik zu Shortboard, Longboard und Softtop passt, wie beide funktionieren und wie du sie Schritt für Schritt übst.

Von Tafukt Surf Aktualisiert 5 Min. Lesezeit

Den Duck Dive kannst du nur mit Brettern machen, die wenig Volumen haben und sich ganz unter Wasser drücken lassen. Das sind vor allem Shortboards und schmale Fishes. Auf Longboards, Softtops und den meisten Mid-Lengths nimmst du die Eskimorolle, auch Turtle Roll genannt: Du drehst dich mit dem Brett um, hängst darunter und lässt die Welle über den Rumpf laufen. Beide Techniken übst du am besten zuerst in ruhigem, flachem Wasser.

Deep teal Atlantic water rippling off the coast of Taghazout
Deep teal Atlantic water rippling off the coast of Taghazout — Thierry Meier / Unsplash

Was ist der Unterschied zwischen Duck Dive und Eskimorolle?

Beide Techniken lösen dasselbe Problem: Eine Welle oder eine Weißwasserwalze rollt auf dich zu, und du willst hindurch, ohne meterweit zurückgespült zu werden.

Beim Duck Dive drückst du Brett und Körper unter die Welle und tauchst hinter ihr wieder auf. Bei der Eskimorolle, international Turtle Roll genannt, drehst du dich mit dem Brett auf den Rücken, hängst unter dem Rumpf und lässt die Welle über das Brett laufen.

Welche Technik funktioniert, hängt vor allem vom Volumen deines Bretts ab. Ein Brett mit viel Auftrieb kannst du schlicht nicht tief genug unter Wasser drücken, egal wie gut deine Technik ist.

Welches Brett braucht welche Technik?

BrettTypische LängeEmpfohlene TechnikWarum
Shortboardunter etwa 6,5 FußDuck DiveWenig Volumen, das Brett lässt sich ganz unter Wasser drücken
Fish / Groveleretwa 5 bis 6,5 FußMeist Duck DiveBreiter und voluminöser, ob es taucht, hängt vom Körpergewicht ab
Mid-Length / Funboardetwa 7 bis 8 FußMeist EskimorolleZu viel Auftrieb für einen sauberen Duck Dive
Longboardab etwa 9 FußEskimorolleLang, schwer und sehr auftriebsstark
Softtopalle LängenEskimorolleViel Volumen und ein weiches, dickes Deck

Ob ein Fish noch taucht, hängt davon ab, wie viel Volumen er im Verhältnis zu deinem Gewicht hat: Ein schwerer Surfer drückt mehr Liter unter Wasser als ein leichter. Wenn du unsicher bist, probier an einem kleinen Tag beides aus.

Wie geht der Duck Dive Schritt für Schritt?

  1. Tempo aufbauen. Paddel zügig auf die Welle zu. Ohne Vorwärtsfahrt kommst du nicht tief genug.
  2. Nose runterdrücken. Kurz bevor die Welle dich erreicht, greifst du die Rails etwa auf Brusthöhe, streckst die Arme und drückst die Nose unter Wasser.
  3. Tail nachdrücken. Setz Knie oder Fuß auf das Heck und drück es ebenfalls nach unten, damit das Brett möglichst flach und tief liegt.
  4. Eng bleiben. Zieh den Oberkörper ans Brett, während die Welle über dich hinwegrollt.
  5. Auftauchen. Sobald der Zug nachlässt, verlagerst du dein Gewicht nach vorn, richtest die Nose nach oben aus und lässt dich vom Auftrieb nach oben tragen. Danach sofort weiterpaddeln.

Am meisten kommt es auf das Timing an. Tauchst du zu früh ab, kommst du noch vor der Welle wieder hoch. Tauchst du zu spät ab, erwischt dich das Weißwasser auf halbem Weg nach unten.

Wie funktioniert die Eskimorolle richtig?

  1. Gerade ausrichten. Paddel auf das Weißwasser zu und halte das Brett genau im rechten Winkel zur Welle.
  2. Rails greifen. Kurz bevor die Welle ankommt, fasst du beide Rails etwa auf Schulterhöhe.
  3. Umdrehen. Roll dich zur Seite, bis das Brett kopfüber auf dem Wasser liegt und du darunter hängst.
  4. Festhalten. Zieh das Brett mit angewinkelten Armen fest an dich und neig die Nose leicht nach unten, damit die Welle sie nicht hochhebelt.
  5. Zurückrollen. Wenn die Welle durch ist, drehst du dich wieder aufs Brett und paddelst sofort weiter.

Steht das Brett schräg zur Welle, packt das Weißwasser die Kante und reißt es dir aus den Händen. Die gerade Ausrichtung ist deshalb wichtiger als Kraft.

Duck Dive und Eskimorolle im direkten Vergleich

MerkmalDuck DiveEskimorolle
Geeignetes Brettwenig Volumenviel Volumen
Wohin geht die Welle?über dich und das Brett hinwegüber den Rumpf des umgedrehten Bretts
Verlust an Streckegering, wenn er sauber gelingtmeist etwas größer
Wichtigster FaktorTempo und Timinggerade Ausrichtung und fester Griff
Typischer AnfängerfehlerTail wird nicht mit runtergedrücktBrett steht schräg zur Welle
Lernaufwandhöhergeringer

Wie übe ich beide Techniken am besten?

Fang ohne Wellen an. In ruhigem, flachem Wasser übst du den Ablauf, bis du nicht mehr darüber nachdenken musst. Beim Duck Dive heißt das: Nose runter, Tail nach, Oberkörper eng ans Brett. Bei der Eskimorolle heißt das: greifen, umdrehen, festhalten, zurückrollen.

Danach gehst du in kleines Weißwasser in Ufernähe. Dort lernst du das Timing, ohne dass viel schiefgehen kann. Erst wenn das klappt, nimmst du dir größere Wellen weiter draußen vor.

In Imsouane sind die Wellen von Mai bis August am kleinsten. Diese Monate eignen sich gut, um solche Grundlagen zu festigen. Morgens ist das Wasser meist am saubersten, nach Mittag frischt auflandiger Wind auf und macht das Weißwasser unruhiger.

Welche Fehler passieren am häufigsten?

  • Zu wenig Tempo: Ohne Fahrt bleibt das Brett zu weit oben.
  • Schräge Brettstellung: Die Welle packt die Kante und dreht dich herum.
  • Zu früh loslassen: Bei der Eskimorolle zieht die Welle am Brett. Halt es fest, bis sie ganz durch ist.
  • Brett wegwerfen: Ein losgelassenes Brett kann Surfer hinter dir verletzen, auch mit Leash.

Muss ich in Imsouane ständig durch Wellen tauchen?

Magic Bay ist ein langer Rechts-Pointbreak, der auf weiten Teilen über Sand bricht und als ungewöhnlich gutmütig gilt. An Pointbreaks kann man oft neben der Brechungszone hinauspaddeln, deshalb musst du dort meist seltener durch Wellen als an einem offenen Beachbreak. An größeren Tagen, vor allem von Dezember bis Februar, kommst du trotzdem nicht um Weißwasser herum. Cathedral Point auf der offenen Seite der Landzunge bricht kraftvoller und über Fels. Dort solltest du beide Techniken sicher beherrschen.

Weiterlernen

Wenn du Duck Dive oder Eskimorolle mit Coaching üben willst, findest du unsere Gruppen-, Semi-Private- und Privatstunden unter Surfkurse. Längere Trainingsphasen sind in unseren Surfwochen möglich. Passende Bretter vom Softtop bis zum Shortboard gibt es im Verleih. Was du rund ums Surfen in Imsouane unternehmen kannst, steht unter Aktivitäten.

Fragen & Antworten

Kann ich mit einem Softtop einen Duck Dive machen?
Meist nicht. Softtops haben viel Volumen und ein weiches, dickes Deck, deshalb lassen sie sich kaum tief genug unter Wasser drücken. Mit einem Softtop ist die Eskimorolle die passende Technik. Den Duck Dive lernst du erst, wenn du auf ein kleineres Hardboard umsteigst.
Ab welcher Brettgröße funktioniert die Eskimorolle besser als der Duck Dive?
Eine feste Grenze gibt es nicht, denn es kommt auf das Verhältnis von Volumen zu Körpergewicht an. Grob gilt: Bretter ab etwa 7 Fuß, also Mid-Lengths, Funboards und Longboards, rollst du. Kürzere und schmalere Bretter kannst du tauchen. Ein schwerer Surfer bekommt dabei mehr Volumen unter Wasser als ein leichter.
Was mache ich, wenn mir bei der Eskimorolle das Brett aus den Händen gerissen wird?
Meist steht das Brett dann schräg zur Welle, oder du hältst es nicht nah genug am Körper. Richte das Brett vor dem Umdrehen genau im rechten Winkel zur Welle aus und zieh es mit angewinkelten Armen fest an dich. Neig die Nose außerdem leicht nach unten, damit die Welle sie nicht hochhebelt.
Darf ich das Brett einfach wegwerfen und untertauchen?
Das solltest du vermeiden, vor allem wenn andere Surfer hinter dir paddeln. Ein losgelassenes Brett wird von der Welle mitgerissen und kann trotz Leash jemanden verletzen. Duck Dive und Eskimorolle sind gerade deshalb Grundtechniken, weil du dabei die Kontrolle über dein Brett behältst.
Wie lange dauert es, bis der Duck Dive sitzt?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt davon ab, wie oft du im Wasser bist. Die Bewegung lernen viele schnell. Das Timing in echten Wellen braucht aber meist deutlich länger, weil jede Welle anders bricht. Viele Wiederholungen an kleinen Tagen bringen dich am schnellsten voran.

Was unsere Gäste sagen

Echte Bewertungen von Menschen, die mit uns in Imsouane gesurft sind.

“It was a hell of an experience .... loved it too much .. shout out to the brother Mohammed”
Othmane · Ukraine
“Une expérience incroyable ! Le surf camp est super bien organisé, avec une très bonne ambiance et une équipe vraiment accueillante. Les cours de surf étaient adaptés à mon niveau et les moniteurs étaient patients et professionnels. Le logement était agréable et l’ambiance entre les participants était géniale. Je recommande à 100 % !”
Clara · France

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