← Alle Artikel

Vergleich

Softboard oder Hardboard für Anfänger: wann wechseln?

Softboard oder Hardboard als Anfänger? Ein Vergleich von Auftrieb, Sicherheit und Kontrolle und die Zeichen, an denen du erkennst, wann der Wechsel passt.

Von Tafukt Surf Aktualisiert 5 Min. Lesezeit

Anfänger sollten fast immer auf einem Softboard beginnen. Es hat viel Auftrieb, lässt sich leicht paddeln, verzeiht Fehler und tut weniger weh, wenn es dich trifft. Aufs Hardboard wechselst du, sobald du ungebrochene Wellen allein anpaddelst, sicher aufstehst und kontrolliert an der Welle entlangfährst. Wie lange das dauert, hängt von deiner Zeit im Wasser ab. Meist ist ein volumenreiches Hardboard als Zwischenschritt sinnvoller als der direkte Sprung aufs Shortboard.

The long sweep of Magic Bay and the Imsouane coastline seen from the cliffs
The long sweep of Magic Bay and the Imsouane coastline seen from the cliffs — Chummin / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Was unterscheidet ein Softboard von einem Hardboard?

Ein Softboard (auch Soft-Top oder Foamie) hat eine Oberfläche aus weichem Schaumstoff und ist meist dick und breit. Dadurch hat es viel Volumen, liegt stabil im Wasser und verletzt dich bei einem Sturz kaum.

Ein Hardboard ist mit Glasfaser und Harz (Polyester oder Epoxid) laminiert. Es ist härter, hat schärfere Kanten und reagiert direkter auf Gewichtsverlagerung. Diese Präzision brauchst du später für Turns. Am Anfang macht sie dir das Leben schwerer.

Softboard oder Hardboard: der direkte Vergleich

KriteriumSoftboardHardboard mit viel Volumen (Funboard, Mid-Length, Longboard)Hardboard-Shortboard
Auftrieb und StabilitätSehr hochHochGering
Wellen anpaddelnAm leichtestenLeichtAnspruchsvoll, braucht Timing und Kraft
Verletzungsrisiko bei StürzenAm geringstenMittelAm höchsten, wegen harter Kanten und Finnen
Wendigkeit und TurnsEingeschränktMittelSehr hoch
FehlerverzeihungSehr hochMittelGering
Passt zuErsten Tagen bis ersten grünen WellenUmstieg und Festigen der TechnikFortgeschrittenen in kraftvolleren Wellen
Typische WellenWeißwasser, kleine grüne WellenKleine bis mittlere grüne WellenSteilere, kraftvollere Wellen

Kein Board ist grundsätzlich besser. Es kommt darauf an, was du gerade lernst.

Warum fangen fast alle Anfänger auf dem Softboard an?

In den ersten Tagen fällst du ständig, mal vom Board, mal mit dem Board. Ein weiches Board macht das harmlos, für dich und für die Leute neben dir. Das viele Volumen bedeutet weniger Paddelarbeit und einen stabilen Stand. So kommst du öfter zum Aufstehen.

Wer zu früh auf ein kleines Hardboard steigt, fängt weniger Wellen und übt dadurch weniger. Das bremst den Fortschritt, statt ihn zu beschleunigen.

Woran erkenne ich, dass ich bereit für ein Hardboard bin?

Ein bestimmter Tag oder eine Zahl von Stunden sagt wenig. Diese Zeichen sind verlässlicher:

ZeichenWas es bedeutet
Du fängst ungebrochene, grüne Wellen alleinDu liest die Welle und paddelst im richtigen Moment
Du stehst fast immer sauber aufDein Take-off sitzt auch ohne Hilfe
Du fährst an der Welle entlang statt geradeaus Richtung StrandDu kontrollierst Kante und Linie
Du kannst bremsen und ausweichenDu bist im Line-up sicher unterwegs
Du kennst die VorfahrtsregelnDu surfst rücksichtsvoll in einer Gruppe

Wenn die meisten Punkte zutreffen, merkst du die Grenzen des Softboards: Es fühlt sich träge an und reagiert kaum auf feine Bewegungen. Dann ist der Wechsel sinnvoll.

Sollte ich direkt aufs Shortboard wechseln?

Meist nicht. Der häufigste Fehler beim Umstieg ist, gleichzeitig das Material und das Volumen zu wechseln. Besser ist ein Hardboard, das ungefähr so viel Auftrieb hat wie dein Softboard. So gewöhnst du dich an die harte Oberfläche und die direktere Reaktion, ohne dabei die Wellen nicht mehr zu erwischen.

Das Volumen verringerst du erst, wenn das sicher klappt. Auf diesem Weg hilft Videoanalyse sehr, weil du siehst, was dein Körper auf dem Board tatsächlich macht.

Warum eignet sich Magic Bay gut für den Umstieg?

Magic Bay ist ein rund 800 Meter langer Rechts-Pointbreak, der über weite Strecken über Sand bricht. Die Welle ist ungewöhnlich fehlerverzeihend, und lange Ritte bedeuten mehr Übungszeit pro Welle. Das ist ideal, um die ersten Turns auf einem neuen Board zu probieren.

ZeitraumBedingungenFür den Umstieg
Mai bis AugustKleinste Wellen, Wasser etwa 20 bis 23 °CAm entspanntesten, gut für die ersten Hardboard-Sessions
September bis November, März bis AprilKonstanter Nordwest-SwellGut für alle, die schon sicher grüne Wellen surfen
Dezember bis FebruarGrößte Wellen, meiste Surfer, Wasser etwa 17 bis 20 °CEher für Geübte, für frische Umsteiger anspruchsvoller

Morgens ist das Wasser meist am saubersten, ab Mittag kommt in der Regel auflandiger Wind auf. Ein 3/2-Neoprenanzug reicht den größten Teil des Jahres.

Wann sind wir nicht die richtige Wahl?

Ehrlich gesagt nicht für jeden:

  • Du hast einen Spot zu Hause und surfst regelmäßig: Dann lohnt es sich, Hardboards dort über mehrere Wochen auszuprobieren, bevor du eines kaufst. Eine Surfwoche ist ein guter Anfang, aber kein Langzeittest.
  • Du suchst als frischer Umsteiger vor allem kraftvolle Wellen: Cathedral Point auf der offenen Seite der Landzunge ist stärker und bricht über Fels. Für die ersten Hardboard-Tage ist er nicht geeignet.
  • Du willst eine Garantie, an einem bestimmten Tag zu wechseln: Das kann kein seriöser Coach versprechen. Ob du bereit bist, zeigt sich im Wasser.

Board im Kurs, mieten oder selbst mitbringen?

In allen Kursen und Surfwochen sind Board und Neoprenanzug enthalten. In der Gruppe sind höchstens fünf Personen im Wasser, so kann der Coach mitentscheiden, wann du ein anderes Board ausprobierst. Unsere Coaches sind ISA-zertifiziert.

Zur Miete gibt es Boards vom Soft-Top bis zum Performance-Shortboard sowie Neoprenanzüge in 3/2 und 4/3 in allen Größen, tageweise oder wochenweise. Wenn du lieber dein eigenes Board mitbringst, ist das kein Problem. Welche Modelle und Größen in deiner Woche verfügbar sind, bestätigen wir dir direkt bei der Buchung per WhatsApp oder E-Mail, meist noch am selben Tag.

Wie geht es weiter?

Wenn du noch am Anfang stehst, findest du bei unseren Surfkursen Gruppenkurse, Kurse in Kleingruppen und Privatstunden mit Videoanalyse. Für den Schritt vom Softboard zum Hardboard ist die Surf Development Week unter Surfwochen gedacht, mit täglicher Videoanalyse und Theorie zum Line-up. Alle Boards findest du unter Verleih, und was es an Land zu tun gibt, unter Aktivitäten.

Fragen & Antworten

Kann ich als Anfänger direkt auf einem Hardboard anfangen?
Möglich ist das, sinnvoll ist es selten. Ein Hardboard hat meist weniger Volumen und kippt leichter, deshalb verbringst du mehr Zeit mit Fallen als mit Surfen. Außerdem tut eine harte Kante bei einem Zusammenstoß deutlich mehr weh. Fast alle Surfer lernen schneller, wenn sie die Grundlagen zuerst auf einem Softboard festigen.
Wie viele Tage dauert es, bis ich aufs Hardboard wechseln kann?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Das hängt davon ab, wie viel du im Wasser bist, wie fit du bist und wie die Bedingungen sind. Entscheidend ist dein Können: Wenn du ungebrochene Wellen selbstständig fängst und kontrolliert an der Welle entlangfährst, bist du bereit. Ein Coach kann das meist schnell beurteilen.
Welches Hardboard ist das richtige erste Hardboard?
Für die meisten passt ein Board mit ähnlich viel Volumen wie das Softboard, zum Beispiel ein Funboard, ein Mid-Length oder ein Longboard. So musst du dich nur an das härtere, direktere Gefühl gewöhnen und nicht gleichzeitig an weniger Auftrieb. Das kurze Shortboard kommt erst später.
Sind die Boards im Surfkurs bei Tafukt Surf inklusive?
Ja, Board und Neoprenanzug sind in allen Kursen und Surfwochen enthalten. Zusätzlich vermieten wir Boards vom Soft-Top bis zum Performance-Shortboard tageweise oder wochenweise. Welche Größen und Modelle in deiner Woche verfügbar sind, bestätigen wir dir direkt bei der Buchung.
Darf ich mein eigenes Board mitbringen?
Ja, du kannst deine eigene Ausrüstung mitbringen, wenn dir das lieber ist. Wenn du dein Board noch nicht lange hast, lohnt es sich, es vor Ort mit einem Coach zu besprechen. Er kann dir sagen, ob es zu deinem Können und zu den Bedingungen in Magic Bay passt.

Was unsere Gäste sagen

Echte Bewertungen von Menschen, die mit uns in Imsouane gesurft sind.

“It was a hell of an experience .... loved it too much .. shout out to the brother Mohammed”
Othmane · Ukraine
“Une expérience incroyable ! Le surf camp est super bien organisé, avec une très bonne ambiance et une équipe vraiment accueillante. Les cours de surf étaient adaptés à mon niveau et les moniteurs étaient patients et professionnels. Le logement était agréable et l’ambiance entre les participants était géniale. Je recommande à 100 % !”
Clara · France

Weiterlesen