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Surfverletzungen vorbeugen & Erste Hilfe auf Surfreisen

Sonnenbrand, Schnitte am Fels, Seeigelstacheln und Schulterschmerzen: So beugst du auf Surfreisen vor und leistest einfache Erste Hilfe.

Von Tafukt Surf Aktualisiert 5 Min. Lesezeit

Die meisten Surfverletzungen auf Reisen lassen sich mit wenigen Gewohnheiten vermeiden: wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, an felsigen Spots auf Tide und Untergrund achten und die Schultern vor jeder Session aufwärmen. Schnitte spülst du gründlich mit sauberem Wasser, desinfizierst sie und deckst sie ab. Sichtbare Seeigelstacheln ziehst du vorsichtig heraus. Bei Entzündungszeichen, tiefen Wunden oder Stacheln nahe einem Gelenk gehört die Verletzung zum Arzt.

Aerial view of Imsouane bay and fishing village on the Atlantic coast
Aerial view of Imsouane bay and fishing village on the Atlantic coast — Louis Hansel / Unsplash

Wie schütze ich mich beim Surfen vor der Sonne?

Sonnenbrand ist auf Surfreisen die häufigste Verletzung und zugleich die, die sich am leichtesten vermeiden lässt. In Imsouane scheint die Sonne an rund 340 Tagen im Jahr, und die Wasseroberfläche wirft zusätzlich UV-Strahlung zurück. Kühle, windige Wintertage täuschen: Du spürst die Sonne kaum, verbrennst aber trotzdem.

  • Wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor etwa 20 bis 30 Minuten vor der Session auftragen.
  • Gesicht, Nase, Ohren, Nacken, Hände und Fußrücken nicht vergessen, denn diese Stellen lässt der Neoprenanzug frei.
  • Fürs Gesicht eignet sich dicke Zinkcreme, die auch nach langer Zeit im Wasser noch hält.
  • Im Sommer, wenn manche ohne Neopren surfen, schützt ein Lycra-Shirt Rücken und Schultern.
  • Die Lippen mit einem Balsam mit LSF schützen und nach dem Surfen viel trinken.

Morgens sind die Bedingungen meist am saubersten, und der auflandige Wind kommt erst nach Mittag auf. Die beste Session fällt deshalb oft gar nicht in die stärkste Mittagssonne.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand: Geh raus aus der Sonne, kühle die Haut (kühl, aber nicht eiskalt), trink viel und trag eine feuchtigkeitsspendende Lotion auf. Blasen nicht aufstechen. Großflächige Blasen, Fieber, Schüttelfrost oder Kopfschmerzen mit Übelkeit können auf einen Sonnenstich oder Hitzeschaden hindeuten. Dann solltest du ärztlichen Rat einholen.

Wie vermeide ich Schnitte an Fels und Riff?

Ob ein Spot über Sand oder über Fels bricht, macht für das Verletzungsrisiko einen großen Unterschied. Magic Bay, der rund 800 Meter lange Rechts-Pointbreak von Imsouane, läuft über weite Strecken über Sand und verzeiht viel. Cathedral Point auf der exponierten Seite der Landzunge ist kräftiger und bricht über Fels.

SpotUntergrundKraft der WelleWorauf achten
Magic BayÜber weite Strecken SandSanft, sehr nachsichtigAbstand zu anderen Brettern und Finnen
Cathedral PointFelsDeutlich kräftigerTide, Ein- und Ausstieg, flach fallen

Grundregeln für felsige Spots:

  • Schau erst vom Ufer aus zu: Wo steigen die Einheimischen ein und aus, wo liegt Fels knapp unter der Oberfläche?
  • Bei Niedrigwasser liegt der Fels oft flacher. Wenn du einen Spot nicht kennst, surfst du besser bei mehr Wasser.
  • Fall flach und breit, spring nie kopfüber und schütz den Kopf mit den Armen.
  • Neoprenschuhe schützen die Fußsohlen auf Felsplatten.

Was tun bei einer Schnittwunde vom Fels?

Schnitte und Schürfwunden vom Fels sind oft verschmutzt und entzünden sich in feuchtwarmem Klima leicht. Entscheidend ist, wie du sie in der ersten Stunde versorgst.

  1. Spül die Wunde gründlich mit reichlich sauberem Trinkwasser aus, Meerwasser allein reicht nicht.
  2. Entferne Sand, Steinchen und Algenreste vorsichtig.
  3. Desinfizieren und mit einem sterilen Verband oder Pflaster abdecken.
  4. Wechsle den Verband täglich und halte die Wunde möglichst trocken.

Behalte die Wunde in den folgenden Tagen im Blick. Zunehmende Rötung, Wärme, Schwellung, Eiter, rote Streifen auf der Haut oder Fieber deuten auf eine Infektion hin und gehören ärztlich abgeklärt. Klaffende oder tiefe Schnitte müssen unter Umständen genäht werden. Prüf vor der Reise, ob dein Tetanusschutz noch aktuell ist.

Was tun, wenn ich in einen Seeigel getreten bin?

Seeigel leben an vielen felsigen Küsten, auch am Atlantik, oft in Spalten und Gezeitentümpeln. Wer über Felsplatten läuft oder sich bei einem Sturz abstützt, kann sich Stacheln in Fuß oder Hand holen. Am besten beugst du mit Neoprenschuhen vor und indem du auf den Untergrund achtest.

Wenn es doch passiert:

  • Bleib ruhig und zieh sichtbar herausragende Stacheln mit einer Pinzette gerade heraus. Sie brechen leicht ab.
  • Bohr nicht mit Nadel oder Messer in der Haut herum, damit schiebst du Bruchstücke oft nur tiefer hinein.
  • Halte die Stelle in warmes Wasser, so warm, wie es gut erträglich ist, ohne dich zu verbrühen. Das lindert bei vielen den Schmerz.
  • Danach desinfizieren und abdecken.

Sehr kleine Bruchstücke arbeiten sich manchmal von selbst heraus. Ärztliche Hilfe brauchst du, wenn Stacheln in oder nahe einem Gelenk stecken, wenn es viele sind, wenn sich die Stelle entzündet oder wenn der Schmerz nach einigen Tagen nicht nachlässt.

Warum tun mir nach dem Surfen die Schultern weh?

Den größten Teil einer Session verbringst du mit Paddeln, und das belastet Schultern und oberen Rücken stärker als die meisten Alltagssportarten. Am zweiten oder dritten Tag einer Surfwoche melden sich deshalb viele Schultern. Meist ist es harmloser Muskelkater, manchmal eine überlastete Sehne.

  • Wärm dich vor jeder Session fünf bis zehn Minuten auf: Armkreisen, Rumpfdrehungen, ein paar lockere Liegestütze.
  • Paddle mit langen, ruhigen Zügen, die Brust leicht angehoben, die Hände tief im Wasser.
  • Nimm ein Brett mit genug Volumen, darauf paddelst du leichter.
  • Plane Ruhetage ein und verlängere deine Sessions nur nach und nach.

Gegen Muskelkater helfen leichte Bewegung, Dehnen und Wärme. Bei plötzlichem, stechendem Schmerz, Kraftverlust oder Schmerzen, die nachts schlimmer werden, legst du eine Pause ein und lässt die Schulter ärztlich untersuchen.

Welche Verletzung braucht welche Erste Hilfe?

ProblemVorbeugungErste HilfeÄrztlich abklären bei
SonnenbrandHoher LSF, Zinkcreme, LycraKühlen, trinken, LotionGroßen Blasen, Fieber, Übelkeit
Schnitt vom FelsTide beachten, flach fallenSpülen, desinfizieren, abdeckenTiefen Schnitten, Infektionszeichen
SeeigelstachelNeoprenschuhe, Blick auf den FelsPinzette, warmes Wasser, desinfizierenStacheln nahe Gelenken, Entzündung
SchulterschmerzAufwärmen, Technik, RuhetageBewegung, Dehnen, WärmeStechendem Schmerz, Kraftverlust

Was gehört in die Reiseapotheke für einen Surftrip?

  • Wasserfeste Sonnencreme, Zinkcreme, Lippenbalsam mit LSF und After-Sun
  • Desinfektionsmittel, sterile Kompressen, wasserfeste Pflaster und Tape
  • Eine spitze Pinzette
  • Deine persönlichen Medikamente und ein Schmerzmittel, das du kennst und verträgst
  • Unterlagen zu deiner Auslandskrankenversicherung, die auch Surfen abdecken sollte

Apotheken gibt es in Marokko vor allem in größeren Orten. Pack das Wichtigste deshalb schon vor der Abreise ein. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung, im Zweifel lässt du eine Verletzung lieber untersuchen.

Sicher surfen in Imsouane

Wenn du nicht allein ins Wasser willst: In unseren Surfkursen surfst du in Gruppen von höchstens fünf Personen mit ISA-zertifizierten Coaches. Eine Surfwoche verteilt fünf geführte Sessions auf sieben Nächte, dazwischen bleibt Zeit zum Erholen. Neoprenanzüge in 3/2 und 4/3 sowie Softtops mit viel Volumen findest du im Verleih. Für Ruhetage bieten sich unsere Aktivitäten an.

Fragen & Antworten

Brauche ich in Imsouane Neoprenschuhe?
An Magic Bay, die über weite Strecken über Sand bricht, surfen viele ohne Neoprenschuhe. Wer an felsigen Spots wie Cathedral Point surft oder über Felsplatten ein- und aussteigt, ist mit Neoprenschuhen deutlich besser vor Schnitten und Seeigeln geschützt. Ob es sich lohnt, eigene mitzubringen, besprechen wir gern direkt bei der Buchung.
Brauche ich im marokkanischen Winter wirklich Sonnenschutz?
Ja. Auch wenn das Wasser im Winter etwa 17 bis 20 Grad hat und der Wind kühlt, ist die UV-Strahlung an der Atlantikküste kräftig, und das Wasser reflektiert sie zusätzlich. Gesicht, Ohren, Nacken, Hände und Füße bleiben trotz Neoprenanzug ungeschützt und verbrennen schnell. Wasserfeste Sonnencreme mit hohem LSF und Zinkcreme fürs Gesicht gehören deshalb das ganze Jahr ins Gepäck.
Darf ich mit einer frischen Schnittwunde surfen gehen?
Am besten wartest du, bis die Wunde sich geschlossen hat, denn Meerwasser und Sand können Keime hineintragen und die Heilung verzögern. Kleine, gut verschlossene Schürfwunden lassen sich mit einem wasserfesten Pflaster abdecken. Spüle die Wunde nach jeder Session mit sauberem Wasser und desinfiziere sie erneut. Bei Rötung, Schwellung, Eiter oder Fieber solltest du nicht surfen, sondern ärztlichen Rat einholen.
Was hilft gegen Muskelkater in den Schultern während einer Surfwoche?
Leichte Bewegung, sanftes Dehnen und Wärme helfen bei Muskelkater meist besser als komplette Ruhe. Vor der nächsten Session solltest du die Schultern gründlich aufwärmen und lieber kürzer surfen. Ein Brett mit mehr Volumen macht das Paddeln leichter. Stechende Schmerzen, Kraftverlust oder Schmerzen in der Nacht sind kein Muskelkater und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Wo bekomme ich in Imsouane medizinische Hilfe?
In Marokko gibt es Apotheken vor allem in größeren Orten. Bei ernsteren Verletzungen kann ein längerer Weg nötig sein. Konkrete Hinweise zur nächstgelegenen ärztlichen Versorgung geben wir dir direkt bei der Buchung, schreib uns dazu einfach über die Kontaktseite. Eine Auslandskrankenversicherung, die auch Surfen abdeckt, solltest du in jedem Fall vor der Reise abschließen.

Was unsere Gäste sagen

Echte Bewertungen von Menschen, die mit uns in Imsouane gesurft sind.

“It was a hell of an experience .... loved it too much .. shout out to the brother Mohammed”
Othmane · Ukraine
“Une expérience incroyable ! Le surf camp est super bien organisé, avec une très bonne ambiance et une équipe vraiment accueillante. Les cours de surf étaient adaptés à mon niveau et les moniteurs étaient patients et professionnels. Le logement était agréable et l’ambiance entre les participants était géniale. Je recommande à 100 % !”
Clara · France

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