Wie groß sind die Wellen in Imsouane im Sommer?
Von Mai bis August ist der Nordwest-Swell aus dem Atlantik am schwächsten. In der Magic Bay heißt das: meist kleine Wellen, grob zwischen Knie- und Hüfthöhe, an manchen Tagen auch kleiner. Stärkere Swells sind im Sommer seltener und fallen meist schwächer aus als im Winter.
Wer Imsouane nur von Winterfotos kennt, sollte nicht dasselbe erwarten. Im Sommer gibt es keine hohen, kräftigen Wellen. Dafür gibt es viele saubere, überschaubare Wellen, auf denen man viel üben kann.
Wie groß die Wellen an einem bestimmten Tag werden, lässt sich lange im Voraus nicht genau sagen. Das hängt von Stürmen weit draußen auf dem Nordatlantik ab. Ein paar Tage vorher lohnt sich aber ein Blick auf die Vorhersage.
Warum ist der Sommer ideal für Anfänger?
Die Magic Bay ist ein etwa 800 Meter langer Rechts-Pointbreak, der über weite Strecken über Sand bricht. Die Welle bricht nach und nach entlang der Landzunge, statt auf einmal zusammenzufallen. Für Einsteiger hat das mehrere Vorteile:
- Gut berechenbar: Die Welle bricht immer an ähnlicher Stelle und in dieselbe Richtung.
- Sandboden: Ein Sturz ist weniger riskant als über Riff oder Fels.
- Wenig Kraft: Bei kleinem Swell kann man sich ganz auf Paddeln, Aufstehen und Gleichgewicht konzentrieren.
- Lange Fahrten: An einem Pointbreak laufen auch kleine Wellen oft weit, so übt man auf jeder Welle länger.
Dazu kommen warmes Wasser und viel Sonne. In der Region gibt es etwa 340 Sonnentage im Jahr.
Sommer oder Winter: Was ist der Unterschied?
| Sommer (Mai–August) | Winter (Dezember–Februar) | |
|---|---|---|
| Swell | am kleinsten | am größten |
| Wellen in der Magic Bay | meist klein und überschaubar | deutlich größer und kräftiger |
| Wassertemperatur | ca. 20–23 °C | ca. 17–20 °C |
| Neoprenanzug | 3/2 reicht | meist 3/2, manchen ist ein 4/3 lieber |
| Andrang | geringer als im Hochwinter | höchste Auslastung des Jahres |
| Besonders geeignet für | Anfänger, Lernende, Familien | Fortgeschrittene und erfahrene Surfer |
Am beständigsten ist der Swell von September bis April. Wer vor allem gute Bedingungen zum Lernen sucht, findet sie im Sommer.
Wann am Tag sollte man im Sommer surfen?
Am besten morgens. Meist ist das Wasser dann glatt und die Wellen kommen sauber herein. Nach Mittag kommt in der Regel auflandiger Wind auf, die Oberfläche wird unruhig und die Wellen weniger sauber.
Wegen der starken Sonne gehören Sonnenschutz, eine Kopfbedeckung für die Pausen und genug Wasser dazu, auch wenn es morgens noch frisch ist.
Magic Bay oder Cathedral Point?
In Imsouane gibt es zwei sehr unterschiedliche Wellen. Cathedral Point liegt auf der offenen Seite der Landzunge, bricht kräftiger und über Fels. Weil der Spot offener liegt, kommt dort oft mehr Swell an, auch im Sommer. Das ist eine Welle für erfahrene Surfer.
| Magic Bay | Cathedral Point | |
|---|---|---|
| Richtung | Rechts | – |
| Untergrund | über weite Strecken Sand | Fels |
| Kraft | sehr gutmütig | deutlich kräftiger |
| Lage | geschützte Bucht | offene Seite der Landzunge |
| Geeignet für | Anfänger bis Fortgeschrittene | Erfahrene |
Anfänger bleiben in der Magic Bay.
Welchen Neoprenanzug braucht man im Sommer?
Bei etwa 20 bis 23 °C reicht ein 3/2-Neoprenanzug. Mit ihm kommt man ohnehin fast das ganze Jahr in Imsouane aus. Bei Kursen und Surfwochen sind Board und Neoprenanzug inklusive. Wer lieber mit eigenem Material surft, kann es mitbringen.
Was tun, wenn die Wellen sehr klein sind?
An sehr kleinen Tagen hilft vor allem mehr Volumen unter den Füßen. Ein großes Softboard oder ein längeres Board fängt auch schwache Wellen noch gut. Wer schon etwas surfen kann, übt auf kleinen Wellen gut Linienwahl und Timing.
Fällt der Swell einmal fast ganz aus, kann man an Land weiterüben: Mit einem Surf-Skate trainiert man die Bewegungen auf der Straße. Dazu gibt es Ausflüge wie Sandboarding, einen marokkanischen Kochkurs oder einen Tag im Paradise Valley.
Welche Kursform passt zum Einstieg?
| Kursform | Dauer | Teilnehmer | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Gruppenkurs | 2 Std. | bis zu fünf | Einstieg mit anderen Lernenden |
| Semi-Privatkurs | 2 Std. | zwei bis drei | Paare, Freunde, kleine Familien |
| Privatcoaching | 2 Std. | eins zu eins, mit Videoanalyse | gezielter, schneller Fortschritt |
| Kinderkurs | 1,5 Std. | Kinder ab sechs Jahren | Kinder |
Unsere Coaches sind ISA-zertifiziert, und im Wasser sind nie mehr als fünf Surfer in einer Gruppe.
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Alle Kursformen findest du unter Surfkurse, unsere siebentägigen Pakete unter Surfwochen. Wer schon surft und nur Material braucht, findet Boards, Neoprenanzüge und Surf-Skates unter Verleih. Für Tage mit wenig Wellen lohnt sich ein Blick auf unsere Aktivitäten.