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Tamri Surfspot: offener Beachbreak bei Taghazout

Tamri ist ein offener, stark exponierter Beachbreak nördlich von Taghazout: wann er läuft, wann er zumacht und wer dort rauspaddeln sollte.

Von Tafukt Surf Aktualisiert 5 Min. Lesezeit

Tamri ist ein offener Beachbreak an der Mündung des Oued Tamri, je nach Verkehr etwa eine halbe bis Dreiviertelstunde Fahrt nördlich von Taghazout. Nordwestswell trifft hier fast ungebremst auf den Strand. Deshalb gibt es in Tamri oft noch Wellen, wenn die geschützten Point Breaks flach sind. Am besten läuft der Spot bei kleinem bis mittlerem Swell und morgendlichem Leichtwind. Bei großem Swell macht er häufig zu und ist dann nur etwas für sehr erfahrene Surfer.

Aerial view of Imsouane bay and fishing village on the Atlantic coast
Aerial view of Imsouane bay and fishing village on the Atlantic coast — Louis Hansel / Unsplash

Wo liegt Tamri?

Tamri ist ein kleiner Ort an der Küstenstraße zwischen Agadir und Essaouira, nördlich von Taghazout. Je nach Verkehr ist man von dort in etwa einer halben bis Dreiviertelstunde da. Der Surfspot liegt an der Mündung des Oued Tamri: ein breiter, offener Sandstrand ohne Landzunge oder Riff, die ihn schützen würden. Oft sieht man schon von der Straße aus, ob Wellen laufen.

Zwischen Imsouane und Agadir gibt es mehr als fünfzehn Surfspots, von Point Breaks wie Anchor Point in Taghazout bis zu offenen Stränden. Tamri gehört eindeutig zur zweiten Sorte.

Warum gibt es in Tamri Wellen, wenn anderswo keine sind?

Die bekanntesten Wellen dieser Küste sind Point Breaks, die im Windschatten einer Landzunge brechen. Sie springen erst bei ordentlich Swell an. Tamri dagegen liegt offen zum Nordwestswell und bekommt fast jede Dünung ungefiltert ab.

Deshalb ist der Spot an kleinen Tagen die typische Ausweichmöglichkeit. Wenn an den Points kaum etwas bricht, hat Tamri oft noch hüft- bis schulterhohe Peaks. Die Wellen brechen über Sandbänke, meist als A-Frames mit Lefts und Rights. Wo die besten Bänke liegen, hängt stark von der Flussmündung ab. Nach kräftigem Regen kann sich das innerhalb weniger Tage ändern.

Bei welcher Swellgröße funktioniert Tamri?

Die folgende Tabelle ist nur eine grobe Orientierung. Sandbänke, Swellperiode und Wind können die Grenzen deutlich verschieben.

Wellenhöhe am StrandWas Tamri meist machtFür wen
Unter KniehöheKaum surfbar, eher ShorebreakKaum lohnend
Knie- bis schulterhochBeste Phase: saubere Peaks, kurze, kraftvolle WellenSichere Intermediates und Fortgeschrittene
Etwa kopfhochSchnell und hohl, erste Close-outs, mehr StrömungErfahrene Surfer
Deutlich über KopfhöheOft Close-out auf ganzer Breite, Rauspaddeln sehr schwerBesser zu den Point Breaks fahren

In welchen Monaten lohnt sich Tamri?

Am zuverlässigsten kommt der Nordwestswell zwischen September und April. Für Tamri sind die Wochen mit mittlerem Swell oft ideal, typischerweise im Herbst und im Frühjahr. Zwischen Dezember und Februar ist der Swell am größten. Dann ist Tamri häufig zu groß, während die Points ihre beste Zeit haben.

Von Mai bis August ist der Swell an dieser Küste am kleinsten. Gerade dann zeigt sich die offene Lage als Vorteil: Wenn die geschützten Spots flach sind, bricht in Tamri oft noch eine surfbare Welle.

Wann macht Tamri zu?

Bei großem Swell kehrt sich die offene Lage ins Gegenteil. Einem Beachbreak fehlt die Landzunge, an der die Welle sauber entlangläuft. Kommt zu viel Wasser auf einmal, bricht die ganze Linie gleichzeitig. Das ist der klassische Close-out.

Dazu kommt das Rauspaddeln. An großen Tagen folgen die Sets dicht aufeinander, und ohne sicheren Duck-Dive kommst du kaum durch die Weißwasserzone. Außerdem ziehen an der Flussmündung oft starke Rippströmungen aufs Meer hinaus oder parallel zum Strand.

Für die Region gilt deshalb eine einfache Faustregel: Bei kleinem Swell lohnt sich ein Blick nach Tamri. Bei großem Swell fährst du besser zu den Point Breaks, die dann erst richtig gut werden.

Welche Tageszeit und welcher Wind?

Wie fast überall an dieser Küste ist es morgens meist am saubersten. Ab Mittag frischt in der Regel auflandiger Wind auf, und an einem offenen Strand wie Tamri bremst ihn nichts. Die Oberfläche wird dann schnell unruhig, und die Peaks verlieren ihre Form.

Auch die Gezeiten spielen eine Rolle. Weil sich die Sandbänke verschieben, gibt es aber keine feste Regel. Manche Bänke funktionieren bei Niedrigwasser, an anderen wird es dann zu flach und zu hohl. Schau dir vor dem Rauspaddeln einige Sets an und frag Surfer vor Ort, wie es an diesem Tag läuft.

Für wen ist Tamri geeignet?

Tamri ist kein Anfängerspot. Du solltest ungebrochene Wellen selbstständig anpaddeln, sicher duck-diven und Strömungen erkennen können. Wer gerade die ersten Turns lernt, bekommt an einem langen, gutmütigen Point Break meist mehr Wellen und macht dort schneller Fortschritte.

TamriMagic Bay (Imsouane)Cathedral Point (Imsouane)
WellentypBeachbreak, Lefts und RightsLange Rechte, Point BreakPoint Break an der offenen Seite der Landzunge
UntergrundSandÜber weite Strecken SandFels
Länge der WelleKurzRund 800 MeterLänger als im Beachbreak
CharakterSchnell, kraftvoll, wechselhaftUngewöhnlich gutmütigKräftiger, anspruchsvoll
NiveauFortgeschrittenAnfänger bis ProfisErfahrene Surfer

Was solltest du vor der ersten Session wissen?

  • Strömung beobachten: Ein paar Minuten am Strand zeigen dir, wo das Wasser rausläuft. Diese Kanäle sind oft der einfachste Weg nach draußen, aber auch der gefährlichste, wenn du ermüdest.
  • Nach Regen vorsichtig sein: Nach starken Niederschlägen spült der Fluss trübes Wasser und Treibgut ins Meer. Dann wartest du besser ein, zwei Tage.
  • Nicht allein surfen: An einem offenen Spot mit Strömung gehst du am besten zu zweit ins Wasser.
  • Ausrüstung: Ein Board, mit dem du schnell anpaddelst und sicher duck-divst, ist hier wichtiger als maximales Volumen. Ein 3/2-Neoprenanzug reicht meist, an kühlen Wintermorgen ist ein 4/3 angenehmer.
  • Anreise: Ohne eigenes Auto ist Tamri umständlich zu erreichen. Ein Mietwagen oder eine organisierte Fahrt ist bequemer, kostet aber meist mehr als ein Sammeltaxi. Den Preis für ein Taxi vereinbarst du immer vor der Abfahrt.

Wie geht es weiter?

Wenn du an einem gutmütigeren Spot erst einmal Sicherheit gewinnen willst, findest du unter Surfkurse Gruppen-, Semi-Private- und Privatstunden in Imsouane. Fortgeschrittene, die das Lesen von Line-up, Gezeiten und Swell gezielt trainieren möchten, finden bei den Surfwochen die Surf Development Week mit Kleingruppen von höchstens fünf Surfern und täglicher Videoanalyse. Boards vom Softtop bis zum Performance-Shortboard sowie Neoprenanzüge in 3/2 und 4/3 gibt es im Verleih. Für Tage ohne Wellen lohnt sich ein Blick auf die Aktivitäten.

Fragen & Antworten

Ist Tamri für Anfänger geeignet?
Eher nicht. Die Wellen in Tamri sind kurz, schnell und kraftvoll, und an der Flussmündung entstehen oft starke Strömungen. Anfänger lernen an einem langen, gutmütigen Point Break wie Magic Bay in Imsouane deutlich schneller und sicherer.
Wann ist die beste Zeit, um in Tamri zu surfen?
Am besten ist Tamri bei kleinem bis mittlerem Swell, an der Küste meist zwischen knie- und schulterhoch, und am frühen Morgen, bevor der auflandige Wind einsetzt. Gute Bedingungen gibt es oft im Herbst und Frühjahr. In den kleineren Sommermonaten ist Tamri häufig einer der wenigen Spots in der Gegend, an denen überhaupt Wellen brechen.
Warum ist Tamri bei großem Swell so schwierig?
Tamri ist ein offener Beachbreak ohne Landzunge, die die Wellen ordnet. Bei viel Swell bricht die Welle deshalb oft auf ganzer Breite gleichzeitig, und durch die schnell aufeinanderfolgenden Sets kommt man kaum nach draußen. An solchen Tagen sind die Point Breaks der Region meist die bessere Wahl.
Welchen Neoprenanzug brauche ich in Tamri?
An diesem Küstenabschnitt hat das Wasser im Winter etwa 17 bis 20 °C und im Sommer etwa 20 bis 23 °C. Ein 3/2-Anzug reicht den Großteil des Jahres. Wer schnell friert, ist an kühlen Wintermorgen mit einem 4/3 besser bedient.
Wie weit ist Tamri von Imsouane entfernt?
Tamri liegt südlich von Imsouane an der Küstenstraße Richtung Agadir und ist näher an Taghazout als an Imsouane. Wie lange die Fahrt dauert, hängt vom Verkehr und von der kurvigen Küstenstraße ab. Ohne eigenes Auto ist der Spot nur umständlich zu erreichen.

Was unsere Gäste sagen

Echte Bewertungen von Menschen, die mit uns in Imsouane gesurft sind.

“It was a hell of an experience .... loved it too much .. shout out to the brother Mohammed”
Othmane · Ukraine
“Une expérience incroyable ! Le surf camp est super bien organisé, avec une très bonne ambiance et une équipe vraiment accueillante. Les cours de surf étaient adaptés à mon niveau et les moniteurs étaient patients et professionnels. Le logement était agréable et l’ambiance entre les participants était géniale. Je recommande à 100 % !”
Clara · France

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